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Iriatherina

Wasserträger

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Montag, 14. November 2011, 21:44

Eine Tragödie im Wohnzimmer

Hallo liebes Forum.

Hier möchte ich mal mein ganz aktuelles Leid klagen und gleichzeitig eine SEHR EINDRINGLICHE WARNUNG aussprechen.
Gestern habe ich meinem kleinen Sohnemann (kurz vor 5) erlaubt, die Fische zu füttern. So gelangte sehr zügig eine Kinderhand voll Flockenfutter ins Becken und die begeisterten Fische fingen natürlich sofort an zu mampfen. Ich dachte noch bei mir (und sagte ihm das auch) dass das die letzte Fütterung für diese Woche war und überlegte noch kurz, ob ich nach einer gewissen Zeit nicht den Rest absaugen sollte. Verhaftet mich wegen unterlassener Hilfeleistung - ich tat's nicht. Kind zu Bett bringen, müde, falsche EInschätzung, was auch immer es war, ich tat es nicht. Es sah auch aus, als hätten sie es gerade eben geschafft. Die Bäuche waren kugelrund, aber ich hab keine Flockenbestände auf dem Boden gesehen, so dachte ich leichtsinnig, dass es gut sei. Am nächsten Morgen sah mir das Becken schon von Ferne irgendwie verdächtig leer aus... Die Hälfte meiner Fische hing seitlich unter der Oberfläche, einige wenige davon japsten noch ein bisschen. Der Rest schnappte hektisch nach Sauerstoff. Die Welse tauchten nahezu im Minutentakt auf um Luft zu schnappen. Mir kamen die Tränen, als ich mich ans Herausfischen machte. Ungefähr ein Dutzend Diamantregenbogenfische - Klo runter. Einige atmeten noch, die ließ ich drin. Eine Ringelhandgarnele lag auf dem Kies, zwei weitere mit dem Bauch nach oben schaukelten an der Oberfläche. Ich hatte morgens natürlich keine Zeit zum Wasserwechseln, schließlich musste ich ja zur Arbeit, aber wenigstens eine Luftpumpe hab ich angeschlossen. Während des Frühstücks konnte ich auch schon eine leichte Besserung feststellen, trotzdem war der Tag natürlich nicht der entspannteste. Bei Heimkehr holte ich noch vier weitere Fische raus, der Rest war schon wieder ganz munter. Die Garnelen hatten sich berappelt und zerfledderten ihren toten KOllegen, an den ich früh in der Eile nicht rangekommen war. Bezeichnend ist, dass es ausschließlich Regenbogenfische erwischt hat. Zum einen belegt das ihre Verfressenheit. Sie fressen bis zur völligen Besinnungslosigkeit, solange Futter da ist, wird reingestopft, bis buchstäblich der Bauch platzt. Die Barben haben offenbar irgendwann aufgehört. Sie litten dann nur unter dem Sauerstoffmangel, der durch das vergammelnde Futter und die vielen Fischleichen entstand. Da zeigt sich dann als zweites Merkmal der große Sauerstoffbedarf von Regenbögen gegenüber - zum Beispiel - Barben. Selbst die ganz jungen Barben, die gerade mal zwei-drei Zentimeter haben, waren zwar kurzatmig, aber sonst fit.
Ich habe gleich am Nachmittag einen Wasserwechsel gemacht.

Nehmt euch das als warnendes Beispiel: Füttert nicht zuviel und lasst keine unbedarften Ferienpfleger dran, wenn ihr ein paar Tage weg seid! Lieber ne Woche Fasten als auf diese Art und Weise sterben!
Allerbeste Grüße
Angela



Junge Diamantregenbogenfische abzugeben (immer noch aktuell! August 2011).

Fischwunschliste :rolleyes: : 1. Filigranregenbogenfisch (Iriatherina werneri) 2. Gefleckter Zwergpanzerwels (Corydoras habrosus) 3. Galaxy-/Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus) 4. Gabelschwanzblauauge (Pseudomugil furcatus)

hejo

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Dienstag, 15. November 2011, 10:53

Hallo Angela,

das ist ja wirklich eine Tragödie für dich. Ich kann mir aber nicht vorstellen,daß sich Fische so überfressen, daß sie sterben. Ich vermute, daß es der Sauerstoffmangel war. Selber habe ich die Erfahrung gemacht, eine Nacht Sauerstoffmangel (Umzug) und alle Fische waren tot.
MfG

Hermann

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Aquaristik-Basti

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Donnerstag, 17. November 2011, 09:36

Hem hast mir ja auf der Arbeit von erzählt.

Nur gut dass ich keine Kinnies hab :D.

Hangman

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Samstag, 19. November 2011, 12:34

Moin,

zunächst auch mein Beileid für den erlittenen Verlust. Ich hoffe, dass deine Regenbogen-Population nicht allzu sehr dezimiert wurde.

Auch ich kann mir nicht vorstellen, dass es am "überfressen" lag. Vielmehr denke ich auch an einen Nitrit-Peak. Das zeigt, wie hart Aquarien in der Regel an der Grenze zum Umkippen arbeiten. Ich habe mit meinen Aquarien auch lange gebraucht und ca. 7 verschiedene Systeme ausprobiert, dass die so standfest arbeiten, um auch eventuelle "Unfälle" verkraften zu können. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass ich niemals wieder Filter verwende, die laut Angaben für die gewünschte Größe geschaffen sondern immer 1-2 Nummern größer.

Grüße,
Hangman
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Iriatherina

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Sonntag, 20. November 2011, 20:35

Danke für eure Anteilnahme.

Inzwischen hat sich alles wieder normalisiert. Ich stimme mit euch überein, dass es wohl vorrangig der Sauerstoffmangel bzw. Nitrit waren, wo die Barben dann wesentlich toleranter zu sein scheinen als die Regenbögen. Allerdings waren Fische mit wortwörtlich geplatzem Bauch dabei, und da die anderen Beckenbewohner auch nicht sonderlich munter waren, glaube ich kaum, dass sie bereits angeknabbert waren. Regenbögen sind wirklich und wahrhaftig fressdumm.
Ich habe an dem Becken zwei Filter hängen, von denen einer die "richtige" Größe für dieses Becken haben soll, laut Hersteller. Beim zweiten weiß ich es nicht. Ich fahre aber selber lieber mit der Mehr-ist-mehr-Strategie. Bisher war das Becken leicht überbesetzt, die haben sich halt mächtig vermehrt. Ich konnte zwar etliche verkaufen, aber halt nicht alle...
Es sind zum Glück noch genügend Regenbögen übrig, auf jeden Fall kann ich "neue machen".
Allerdings sind trotzdem immer noch welche zu haben, sowohl Regenbögen als auch Barben, ich freue mich über jeden Interessenten, auch für "Bluttausch"!
Allerbeste Grüße
Angela



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Max Blau

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Mittwoch, 23. November 2011, 17:44

Ich glaube auch nicht, dass sich Fische durch eine einmalige Futtergabe so überfressen können, dass sie sterben. Einige Fische fressen tatsächlich fast solange, bis sie beinahe platzen. Aber da passiert nichts. Erst wenn das Futterangebot über längere Zeit zu hoch ist, kann es zur Verfettung oder anderen Schäden kommen.

Iriatherina

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7

Freitag, 25. November 2011, 21:03

Schonmal Regenbogenfische fressen gesehen? Die springen aus dem Becken. Wortwörtlich. Ich füttere einmal täglich, also kann von ständiger ÜBerfütterung eigentlich keine Rede sein. Sicher wird der Sauerstoffmangel bzw. das Nitrit der Hauptgrund gewesen sein. Aber es kann eigentlich nicht die offenen Bäuche...
Allerbeste Grüße
Angela



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