Hallo liebes Forum.
Hier möchte ich mal mein ganz aktuelles Leid klagen und gleichzeitig eine SEHR EINDRINGLICHE WARNUNG aussprechen.
Gestern habe ich meinem kleinen Sohnemann (kurz vor 5) erlaubt, die Fische zu füttern. So gelangte sehr zügig eine Kinderhand voll Flockenfutter ins Becken und die begeisterten Fische fingen natürlich sofort an zu mampfen. Ich dachte noch bei mir (und sagte ihm das auch) dass das die letzte Fütterung für diese Woche war und überlegte noch kurz, ob ich nach einer gewissen Zeit nicht den Rest absaugen sollte. Verhaftet mich wegen unterlassener Hilfeleistung - ich tat's nicht. Kind zu Bett bringen, müde, falsche EInschätzung, was auch immer es war, ich tat es nicht. Es sah auch aus, als hätten sie es gerade eben geschafft. Die Bäuche waren kugelrund, aber ich hab keine Flockenbestände auf dem Boden gesehen, so dachte ich leichtsinnig, dass es gut sei. Am nächsten Morgen sah mir das Becken schon von Ferne irgendwie verdächtig leer aus... Die Hälfte meiner Fische hing seitlich unter der Oberfläche, einige wenige davon japsten noch ein bisschen. Der Rest schnappte hektisch nach Sauerstoff. Die Welse tauchten nahezu im Minutentakt auf um Luft zu schnappen. Mir kamen die Tränen, als ich mich ans Herausfischen machte. Ungefähr ein Dutzend Diamantregenbogenfische - Klo runter. Einige atmeten noch, die ließ ich drin. Eine Ringelhandgarnele lag auf dem Kies, zwei weitere mit dem Bauch nach oben schaukelten an der Oberfläche. Ich hatte morgens natürlich keine Zeit zum Wasserwechseln, schließlich musste ich ja zur Arbeit, aber wenigstens eine Luftpumpe hab ich angeschlossen. Während des Frühstücks konnte ich auch schon eine leichte Besserung feststellen, trotzdem war der Tag natürlich nicht der entspannteste. Bei Heimkehr holte ich noch vier weitere Fische raus, der Rest war schon wieder ganz munter. Die Garnelen hatten sich berappelt und zerfledderten ihren toten KOllegen, an den ich früh in der Eile nicht rangekommen war. Bezeichnend ist, dass es ausschließlich Regenbogenfische erwischt hat. Zum einen belegt das ihre Verfressenheit. Sie fressen bis zur völligen Besinnungslosigkeit, solange Futter da ist, wird reingestopft, bis buchstäblich der Bauch platzt. Die Barben haben offenbar irgendwann aufgehört. Sie litten dann nur unter dem Sauerstoffmangel, der durch das vergammelnde Futter und die vielen Fischleichen entstand. Da zeigt sich dann als zweites Merkmal der große Sauerstoffbedarf von Regenbögen gegenüber - zum Beispiel - Barben. Selbst die ganz jungen Barben, die gerade mal zwei-drei Zentimeter haben, waren zwar kurzatmig, aber sonst fit.
Ich habe gleich am Nachmittag einen Wasserwechsel gemacht.
Nehmt euch das als warnendes Beispiel: Füttert nicht zuviel und lasst keine unbedarften Ferienpfleger dran, wenn ihr ein paar Tage weg seid! Lieber ne Woche Fasten als auf diese Art und Weise sterben!