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Steffi

Wasserträger

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Samstag, 16. Januar 2010, 19:27

Artemiaschlupf und verfüttern ohne die lästigen Eier/Schalen

Hallo Ihr Lebendfutterzüchter

Wie versprochen wollte ich euch kurz vorstellen wie man Artemia schlüpfen und verfüttern kann, ohne
das man ständig die lästigen Artemiaeier dabei hat. Denn diese können durch die Aufnahme von Fischen
zu Verstopfungen im Darm führen.

Benötigte Ausstattung:

- 1l Becken
- eine Pumpe mit Schläuchen
- eine grobe Filtermatte
- Cuttermesser
- eine Lampe
- Artemiaeier und Salz (keinen Artemix, Eier und Salz müssen getrennt von einander sein)
- Löffel (ich benutze die von den Löffeleier, auf die auch dann meine genauen Angaben beruhen)
- Gefäß und Schlauch zum absaugen der Artemia


Wie wird´s gemacht:

Den groben Filerschwamm entsprechend der Beckengröße zurechtschneiden,
so das er in der Mitte als Trennwand dazwischen passt. Das geht am besten mit einem
Cuttermesser.
In das 1l Becken Wasser von 24°C
(oder 27°C, dann schlüpfen sie schneller) füllen.
Das Salz im Wasser auflösen (5 gestrichene Löffel). Den Filterschwamm platzieren
(Ich lasse auf der Seite bei den Artemiaeiern weniger Platz (im Bild links) und auf der Seite
wo die Artemia zum Licht schwimmen mehr Platz (im Bild rechts).
Den Schlauch an die Pumpe befestigen und das andere
Ende im (rechte Seite) Wasser (Ein Sprudelstein
ist nicht notwendig).
Dann die Artemiaeier auf die Linke Seite ins Wasser geben (ca. 2Löffel nehme ich)
In ca. 16-48h
schlüpfen die Artemia.

Ich setzte immer Abends an. Und am zweiten Tage drossel ich dann den Sprudler,
damit die Aremia nicht erschlagen werden.
Vor die rechte Seite stelle ich eine Lampe hin, so schwimmen die Artemia durch den groben
Schwamm und zum Licht hin.
Nach ca. 1er Stunde befinden sich die Artemia auf der rechten Seite und können mühelos
abgesaugt werden (man muss natürlich etwas experiementieren, damit man den Zeitpunkt des
Schlupfes rausbekommt, ich setzte deshalb 24uhr Artemia an, oder später
und kann am Späten Nachmittag ernten).

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Viel Spaß beim verfüttern.
Ich hoffe ich konnte euch das verfüttern dadurch erleichtern.




MFG Steffi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Steffi« (16. Januar 2010, 19:56)


Unglückstierchen

unregistriert

2

Samstag, 16. Januar 2010, 21:01

Hey Steffi,

tolle Idee :thumbsup: Ich wollte mal fragen, wenn man Artemialarven aufziehen will, bis sie ausgewachsen sind und selbst Eier produzieren, ist es dann unerlesslich, dass man das Wasser belüftet??
hab mal gehört man solle keine Sprudelsteine nehmen, da das den Artemien schaden soll, stimmt das? Bzw. hast du da Erfahrungen?

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Steffi

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3

Samstag, 16. Januar 2010, 21:29

Hallo Jana

Ich hatte es mal eine Weile probiert sie groß zuziehen. Gelang mir auch, aber
leider ist die Ausbeute nur gering. Es sterben einfach zuviele und dafür lohnt
sich der Aufwand nicht.
Außerdem sind sie nicht mehr ganz so Nährwertreich wie die Nauplien, denn
sie haben noch einen Dottersack der sie so nährwertreich macht.
Diesen verlieren sie nach 1-2 Tagen dann sollte man mit Liquzell füttern, wenn sie
älter sind (man schon diese paddelfüße erkennen kann) mit Mikrozell.

Du solltest immer nur wenig füttern, ist so ähnlich wie bei den Wasserflöhen. Wenn
das Wasser sich aufklärt wieder neu füttern.
Ein Sprudler solltest du schon verwenden, damit eine ständige Wasserbewegung
stattfindet.
Ein WW ist komplizierter. Entweder du machst es normal mit einen feinen Schlauch oder
du holst erst alle Artemia einzelln raus (mit einer Spritze oder Pipette) und filters es dann
durch ein feines sieb. Nur so gehen auch evtl. Eier verloren.
Für mich hat sich der Aufwand nicht gelohnt. Kaufe mir die tüten dann
doch einmal pro Woche und lasse nur die Nauplien schlüpfen.

Wenn du sie vom Nauplienstadium an aufziehst, sterben aber davon allein
schon 90% in den ersten Tagen.
Oder du probierst es mit großen gekauften...

Kannst mir ja mal berichten wenn du es geschafft hast.
MFG Steffi

Unglückstierchen

unregistriert

4

Samstag, 16. Januar 2010, 21:46

Hallo Steffi, danke dir für deinen langen bericht :thumbsup:
Paddelfüße, :D (dahinschmelz)
Das Problem bei mir ist, dass meine Fische die Nauplien gar nicht als Futter ansehen. Hatte echt eine gute Schlupfrate, aber war umsonst, leider :(
Aufziehen hat auch nicht geklappt hatte einige in ein kleines Plastikgeäfß umgesetzt und die sind aber alle weggestorben, schon 2-3 Tage nach dem Schlupf, weiß nicht warum, habe aber in verdacht, dass es daran liegt, dass ich keinen Sprudler drinnen hatte.Was heißt denn ein feiner Schlauch? Habe so einen ganz normalen dünnen Schlauch genommen, wie man die an die Luftpumpen für die Sprudler dran macht. Nur irgednwie fand ich das viel zu wild, also die Wasserbewegung. ist das normal bzw. ok so oder sollte ich da irgendwas anders machen??

Liebe grüße,
Jana

Steffi

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5

Samstag, 16. Januar 2010, 22:10

Hallo Jana

Ok, das verstehe ich dann, wenn sie es nicht aufnehmen. Ziemlich "dumme" Fische und unerzogen,
wissen garnet was sie verpassen. Und wenn du es mit größeren Futter mischt, die Nauplien, vlt.
sehen sie dann die kleine Bewegung eher, ich hatte damit auch schon größere Fische wie
Fadenfische gefüttert. Macht sie sicherlich zwar nicht so satt wie wenn ich damit nen Zwergkärpfling fütter, aber
als Leckerbissen.

Das ist normal, es sterben 90% der geschlüpften Artemia noch im Nauplienstadium, ohne das du
es verhindern kannst.

Du könntest den Sprudler ja auch durch so einen Schwamm (wie auf meinem Bild, oder den Sprudler
direkt hineinstecken?) von den Artemien trennen, dann würde es noch belüften,
aber die Artemia werden nicht so rumgeschleudert!???
Vlt. nicht mit so einen groben sondern eher einem feinen. Aber stell den Sprudler so ein,
das auf der anderen Seite noch Bewegung vorherrscht... musste mal testen ob das geht.
Das sollte nicht feinen Schlauch sondern kleinen heißen, also
so einen dünnen wie du hast.
MFG Steffi

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Steffi

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Sonntag, 31. Januar 2010, 22:47

Hallo Jana

Wie es der Zufall manchmal will. Hatte vor kurzen wieder Artemia angesetzt und sie dann länger
stehen lassen. Wollte dann nach Tagen wieder neue ansetzten und was sah ich da.
Ganz viele größere Artemien. Schon mit kleinen Paddelfüßen grins :D
Ich vermute ja das sie vlt. jetzt so alt geworden sind, da der Schwamm schon 2 Jahre alt ist und
ich ihn nur immer ausdrückte und ausspülte sich Bakterien drin gebildet haben, die das
überleben sicherten...
Mal sehen ob sie sich weiter entwickeln. Gestorben sind anscheint auch
noch keine seitdem ich sie umgesetzt habe. Bin schon gespannt. Vlt. klappt es ja doch
noch mit der Artemiazucht, hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben.

Wollte auch noch kurz über Life A etwas sagen, was ich damals auch verwendet habe.
Wo ich noch nicht auf meine Methode siehe oben gekommen bin.
Es nennt sich life A und es handelt sich dabei um geschälte Artemiazysten die
sich in einer Flüssigkeit befinden.
Sie können ebenfalls zum Schlupf gebracht werden wie ungeschälte Artemiaeier.
Leider finde ich sie nur nicht so ergiebig wie die normalen Artemiaeier...
Ich habe sie genau nach Beschreibung angewandt und die Ausbeute war sehr gering.
Reichte gerade mal um meine Galaxy satt zu bekommen. Normal füttere ich 3Becken.
Leider war es zudem noch auch nicht billig, hatte mehr davon erwartet.

Hat von euch auch schon jemand dieses Produkt verwendet und was habt ihr für Erfahrungen gemacht???
MFG Steffi

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Steffi« (31. Januar 2010, 23:12)